Wenn Leistungen nicht als Festpreis kalkulierbar sind – etwa bei Instandhaltung, Beratung oder kundenspezifischer Fertigung – kommt die aufwandsbezogene Fakturierung zum Einsatz. Mit dem Dynamischen Posten-Prozessor (DPP) bietet SAP dafür im ECC und in S/4HANA ein leistungsstarkes Standard-Framework, das Plan- und Istkosten aus unterschiedlichen Quellen bündelt und automatisiert in abrechenbare Positionen überführt.
Trotz seiner langjährigen Verfügbarkeit wird das DPP in der Praxis häufig nicht in vollem Umfang genutzt – und damit auch sein Potenzial zur Prozessautomatisierung nicht ausgeschöpft. Dabei ist die Lösung eng mit zentralen SAP-Modulen wie SD, PM/CS und PS verzahnt und ermöglicht flexible Szenarien, etwa die Abrechnung mehrerer Serviceaufträge, mandantenübergreifende Quellenfindung, Anzahlungsabwicklung oder die Kombination von Aufwand- und Festpreisabrechnung.
Praxisprojekte – insbesondere bei Energieversorgern mit komplexen regulatorischen Anforderungen – zeigen: Mit gezieltem Customizing sowie Erweiterungen über BAdIs und Enhancements lässt sich das DPP weitreichend an individuelle Geschäftsprozesse anpassen. Unternehmen, die ihre aufwandsbezogenen Abrechnungsprozesse optimieren wollen, sollten die Möglichkeiten des DPP daher genauer in den Blick nehmen.
