Duales Studium Wirtschaftsinformatik

clavis ist Kooperationspartner der FHDW Fachhochschule der Wirtschaft. Wir betreuen am Standort Köln Studierende der Wirtschaftsinformatik während des gesamten Studiums. In dem von der FHDW angebotenen Dualen Studium wechseln die Studierenden regelmäßig zwischen Hochschule und Partnerunternehmen. Diese Kombination aus wissenschaftlicher Lehre und betrieblicher Praxis während der Ausbildung bietet den optimalen Einstieg ins Berufsleben.

In den fünf Praxisphasen binden wir unsere Stipendiaten in unsere Projekte mit ein und bauen know how in SAP Technologien und Projektmanagement auf. Von Anfang an begreifen wir die Studierenden als Teammitglieder.

Als Stipendiat bieten wir Dir:

  • Zahlung einer Ausbildungsvergütung während der Praxis- und Theoriephasen
  • Übernahme der vollen Studien- und Prüfungsgebühren der FHDW
  • Übernahme der Kosten für das Semesterticket
  • Kostenübernahme einer offiziellen SAP-Zertifizierung
  • Erstattung der Kosten für Fachliteratur
  • Notebook und Smartphone
  • Teilnahme an Firmenevents

Die Auswahl für das Duale Studium Wirtschaftsinformatik beginnt bei der FHDW. Nachdem Du dort das Verfahren erfolgreich durchlaufen hast, kannst Du Dich bei uns für einen Praxisplatz bewerben.

Für den Studienbeginn im Oktober 2020 können wir leider keine Bewerbungen mehr annehmen.

Weitere Informationen findest Du auf der Website der FHDW (Standort Bergisch Gladbach) fhdw.de

 

Die Praxisphasen: Das können unsere Studenten erwarten

FHDW-Studenten der Wirtschaftsinformatik verbringen i.d.R. fünf Praxisphasen in unserem Unternehmen.


In diesen fünf Praxisphasen binden wir die Stipendiaten in unsere Projekte mit ein und bauen know how in SAP Technologien und Projektmanagement auf:

  • Praxisphase I: Einstieg SAP Technologien
    Einführung in die SAP und erste Schritte im Projektmanagement
  • Praxisphase II und III: Vertiefung SAP Technologien
    Analyse und Umsetzung einer Projektaufgabe als fachbezogene Praxisarbeit
  • Praxisphasen IV: Spezialisierung
    Projektunterstützung in den Bereichen Beratung, Entwicklung oder Administration
  • Praxisphase V: Bachelorarbeit
    Bachelor-Thesis mit Praxisbezug aus dem Portfolio der clavis

Beispielprojekt: Einsatzmöglichkeit der Microsoft HoloLens in Kommissionierung und Instandhaltung

Im Herbst 2016 – also mit Start der Verfügbarkeit in Deutschland – hat clavis die Microsoft HoloLens Development Edition beschafft. Diese ist ausschließlich für die Entwicklung bestimmt: eine Auslieferung der HoloLens an Endverbraucher ist nach wie vor (Stand 04.2017) nicht möglich.

Für clavis stellte sich die Frage, ob der Einsatz der HoloLens in naher Zukunft eine Alternative in der Kommissionierung und Instandhaltung sein kann. Eine erste Studie zum Praxiseinsatz der HoloLens haben zwei unserer Stipendiaten in einer ihrer Praxisphase angefertigt. Hier ihr Bericht :

Die Microsoft HoloLens ist eine Augmented Reality-Brille bzw. Mixed-Reality-Brille, die als eigenständiger Computer unter Windows 10 läuft. Unter Augmented Reality versteht man die Erweiterung der Realität um virtuelle, computergestützte Aspekte. Die speziell für die HoloLens entwickelte HPU (Holographic Processing Unit) sorgt dabei für die Umsetzung von Hologrammen in der realen Welt. Nach einer Recherche verschiedener Anwendungsbereiche, haben wir uns auf die Entwicklung von Konzepten in der Instandhaltung und Kommissionierung konzentriert.

Im Bereich der Kommissionierung haben wir Pick-by-Vision über eine Datenbrille betrachtet. Bei dieser Methode werden dem Kommissionierer die notwendigen Informationen mit Hilfe von WLAN über die Datenbrille direkt in seinem Blickfeld angezeigt.
Dafür soll die HoloLens die zu entnehmenden Artikel des nächsten Transportauftrags mit Hologrammen angeben. Um den entsprechenden Lagerplatz zu finden, weist die HoloLens dem Kommissionierer mit Hilfe eines Pfades und Sprache den Weg. Bei der Entnahme der Ware sind die jeweiligen Felder zur Übersichtlichkeit gekennzeichnet. Außerdem erfolgt das Scannen der Ware über die Kamera der HoloLens, sodass keine weiteren Geräte benötigt werden.

Um diesen Prozess zu realisieren, haben wir uns mit dem Entwicklungsumfeld der HoloLens auseinandergesetzt. Die Erstellung von Apps für die HoloLens läuft über die beiden Programme Unity und Microsoft Visual Studio, mit denen wir intensiv gearbeitet haben. Mit Hilfe des sog. SpatialMapping haben wir unsere Arbeitsumgebung mit der HoloLens gescannt und abgespeichert. Über die entstandene Map können eingeblendete Hologramme mit der Umgebung interagieren.

Unser Fazit:

Die HoloLens lässt Potential erkennen, allerdings sind wir bei der Umsetzung einer App für die Kommissionierung schnell an die Grenzen der Brille in der derzeitigen Ausstattung gestoßen: aufgrund des zu kleinen Speicherplatzes und der zu geringen Mapping Größe ist die Abbildung größerer Umgebungen – etwa Lagerhallen - nicht möglich.
Den Einsatz der HoloLens erachten wir u.a. aufgrund des genannten Kapazitätsengpasses, der geringen Laufzeit der Akkus und des Preises von ca. 4.000€ - derzeit als keine echte Alternative in der Kommissionierung und Instandhaltung.

[10.04.2017 von Patrick Busch und Lucien Stenke]

Beispielprojekt: Hybrid-App-Entwicklung mit SAP Mobile Platform und Apache Cordova

Ausgangsituation

Wenn man eine mobile Anwendung entwickeln möchte, dann steht man vor der großen Frage für welche Zielplattform diese Applikation geschrieben werden soll. Entweder entscheidet man sich für eine der diversen Plattformen, z.B. Android, iOS, Windows oder Blackberry OS oder aber man entwickelt die App gleich mehrere Male, um sie auf allen Endgeräten zur Verfügung zu stellen.

Dank SAP Mobile Platform (SMP) und Apache Cordova ist es nun möglich sogenannte Hybrid-Apps zu entwickeln. Diese werden nur einmal auf der Basis von JavaScript geschrieben und laufen dank Cordova dann auf vielen verschiedenen Plattformen, ohne angepasst werden zu müssen. Anschließend kann die fertige Hybrid-App in SAP Mobile Platform hochgeladen werden.

Fazit

Nachdem ich nun mehrere Wochen mit Cordova, der SMP und Kapsel gearbeitet habe, bin ich nach jetzigem Stand zu folgendem Fazit gekommen:

Grundsätzlich finde ich die Idee von Hybrid-Apps durchaus sinnvoll und einleuchtend, da man sich zumindest bei der Entwicklung viel Zeit sparen kann. Dennoch bin ich der Meinung, dass gerade bei dieser Konstellation zu viele Komponenten ineinandergreifen (müssen). Wie zuvor schon geschildert führt dies nämlich häufig zu Problemen, da die Komponenten oft nicht aufeinander abgestimmt werden oder einfach aktualisiert werden ohne Rücksicht auf Kompatibilität. Um nochmals einen Überblick darüber zu geben sind hier die folgenden Programme und Plugins aufgelistet, welche miteinander korrespondieren müssen:

  • Cordova
  • Cordova-Plattformen (Android, iOS, Windows)
  • Cordova-Plugins
  • Kapsel-Plugins
  • SAP Mobile Platform
  • SAP Mobile SDK
  • Windows 10
  • MacOS
  • Xcode
  • Android Studio
  • iOS
  • Android

Wenn nur eines dieser Elemente bspw. ein Update bekommt oder fehlerhaft arbeitet, kann das schon das ganze System zum Scheitern bringen.

Erfahrungsgemäß lagen die meisten Probleme bei den Kapsel-Plugins von SAP. Die „hauseigenen“ Cordova-Plugins liefen meist ohne Probleme. Auch, dass es nicht möglich war, das SAP Mobile Platform SDK 3.0 zu installieren zeigt, dass SAP bei der Wartung ihrer Software ein wenig nachlässig ist.

Ein weiterer Negativpunkt ist für mich der fehlende Bezug zwischen der fertigen Hybrid-App und der SAP Mobile Platform. Es ist zwar möglich eine Hybrid-App in der SMP zu konfigurieren und anschließend auch hochzuladen, aber der eigentliche Nutzen dahinter ist mir leider nicht bewusst geworden. Weder zum Erstellen, noch zum Ausführen der Anwendung wird die SMP benötigt. An dieser Stelle sei noch hinzuzufügen, dass sich auf der SMP anscheinend nur Android und iOS basierte Anwendungen hochladen lassen. Sprich, für Windows-Apps ist die SMP ohnehin ungeeignet.

Darüber hinaus ist noch zu erwähnen, dass für die Erstellung von Hybird-Applikationen JavaScript-Kenntnisse von großem Vorteil sind. Zwar sind bei jedem Plugin entweder auf der SAP-Seite (für Kapsel-Plugins) oder der Cordova-Seite (für Cordova-Plugins) Anleitungen und Code-Beispiele vorhanden, diese sind jedoch nicht immer vollständig oder eindeutig.                                                                                                          

Um nochmals einen kleinen Überblick über die Ereignisse und Ergebnisse zu geben, habe ich nachfolgend zusammengefasst, was gut und was eher nicht so gut gelaufen ist:

Positiv:

  • Die Installation von Cordova
  • Die Installation und Nutzung von Cordova-Plugins
  • Schnelle Entwicklung von Anwendungen für verschiedene Plattformen
  • Kapsel-Plugins an sich sinnvoll (Barcodescanner z.B.)
  • Entwicklung auf Windows und MacOS möglich

Das könnte besser sein:

  • Die Anleitungen zur Ansteuerung bzw. Implementierung mancher Plugins
  • Begründungen, weshalb manche Schritte ausgeführt werden müssen
  • Weniger Komponenten
  • Besser abgestimmte Updates

Negativ:

  • Die Installation und Nutzung der Kapsel-Plugins
  • Die SAP SMP 3.0 lässt sich nicht installieren
  • Keine Beschreibung, wie sich die App über die SMP ansteuern lässt
  • Keine SMP-Unterstützung für Windows-Apps
  • Relativ komplizierter Upload-Prozess der Apps auf die SMP

Losgelöst von SAP sehe ich Cordova-Anwendungen auf jeden Fall als sinnvoll an. Die Auswahl an Cordova-Plugins ist allerdings noch etwas mager. Gäbe es die Kapsel-Plugins als Cordova-Plugins, dann wäre dies ein perfektes Paket. So bleibt einem je nach Anforderung an die App wohl nicht erspart das ein oder andere Cordova-Plugin selbst zu programmieren.

Alles in Allem bin ich der Meinung, dass die Nutzung von Cordova-Apps noch ein bisschen Zeit benötigt, um komplett ausgereift zu werden. Für kleine oder spezielle Anwendungen, die eher „nebenbei“ verwendet werden, würde die Entwicklung mit Cordova Sinn machen. Bei größeren Projekten und Apps sollte man jedoch besser auf die herkömmlichen Entwicklungsmöglichkeiten zurückgreifen.

[06.02.2018 von Andreas Gerhards]

 

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mit Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnissen und FHDW-Testergebnissen per E-Mail an:

Die Praxisphasen: Das können unsere Studenten erwarten

FHDW-Studenten der Wirtschaftsinformatik verbringen i.d.R. fünf Praxisphasen in unserem Unternehmen.


In diesen fünf Praxisphasen binden wir die Stipendiaten in unsere Projekte mit ein und bauen know how in SAP Technologien und Projektmanagement auf:

  • Praxisphase I: Einstieg SAP Technologien
    Einführung in die SAP und erste Schritte im Projektmanagement
  • Praxisphase II und III: Vertiefung SAP Technologien
    Analyse und Umsetzung einer Projektaufgabe als fachbezogene Praxisarbeit
  • Praxisphasen IV: Spezialisierung
    Projektunterstützung in den Bereichen Beratung, Entwicklung oder Administration
  • Praxisphase V: Bachelorarbeit
    Bachelor-Thesis mit Praxisbezug aus dem Portfolio der clavis

Beispielprojekt: Einsatzmöglichkeit der Microsoft HoloLens in Kommissionierung und Instandhaltung

Im Herbst 2016 – also mit Start der Verfügbarkeit in Deutschland – hat clavis die Microsoft HoloLens Development Edition beschafft. Diese ist ausschließlich für die Entwicklung bestimmt: eine Auslieferung der HoloLens an Endverbraucher ist nach wie vor (Stand 04.2017) nicht möglich.

Für clavis stellte sich die Frage, ob der Einsatz der HoloLens in naher Zukunft eine Alternative in der Kommissionierung und Instandhaltung sein kann. Eine erste Studie zum Praxiseinsatz der HoloLens haben zwei unserer Stipendiaten in einer ihrer Praxisphase angefertigt. Hier ihr Bericht :

Die Microsoft HoloLens ist eine Augmented Reality-Brille bzw. Mixed-Reality-Brille, die als eigenständiger Computer unter Windows 10 läuft. Unter Augmented Reality versteht man die Erweiterung der Realität um virtuelle, computergestützte Aspekte. Die speziell für die HoloLens entwickelte HPU (Holographic Processing Unit) sorgt dabei für die Umsetzung von Hologrammen in der realen Welt. Nach einer Recherche verschiedener Anwendungsbereiche, haben wir uns auf die Entwicklung von Konzepten in der Instandhaltung und Kommissionierung konzentriert.

Im Bereich der Kommissionierung haben wir Pick-by-Vision über eine Datenbrille betrachtet. Bei dieser Methode werden dem Kommissionierer die notwendigen Informationen mit Hilfe von WLAN über die Datenbrille direkt in seinem Blickfeld angezeigt.
Dafür soll die HoloLens die zu entnehmenden Artikel des nächsten Transportauftrags mit Hologrammen angeben. Um den entsprechenden Lagerplatz zu finden, weist die HoloLens dem Kommissionierer mit Hilfe eines Pfades und Sprache den Weg. Bei der Entnahme der Ware sind die jeweiligen Felder zur Übersichtlichkeit gekennzeichnet. Außerdem erfolgt das Scannen der Ware über die Kamera der HoloLens, sodass keine weiteren Geräte benötigt werden.

Um diesen Prozess zu realisieren, haben wir uns mit dem Entwicklungsumfeld der HoloLens auseinandergesetzt. Die Erstellung von Apps für die HoloLens läuft über die beiden Programme Unity und Microsoft Visual Studio, mit denen wir intensiv gearbeitet haben. Mit Hilfe des sog. SpatialMapping haben wir unsere Arbeitsumgebung mit der HoloLens gescannt und abgespeichert. Über die entstandene Map können eingeblendete Hologramme mit der Umgebung interagieren.

Unser Fazit:

Die HoloLens lässt Potential erkennen, allerdings sind wir bei der Umsetzung einer App für die Kommissionierung schnell an die Grenzen der Brille in der derzeitigen Ausstattung gestoßen: aufgrund des zu kleinen Speicherplatzes und der zu geringen Mapping Größe ist die Abbildung größerer Umgebungen – etwa Lagerhallen - nicht möglich.
Den Einsatz der HoloLens erachten wir u.a. aufgrund des genannten Kapazitätsengpasses, der geringen Laufzeit der Akkus und des Preises von ca. 4.000€ - derzeit als keine echte Alternative in der Kommissionierung und Instandhaltung.

[10.04.2017 von Patrick Busch und Lucien Stenke]

Beispielprojekt: Hybrid-App-Entwicklung mit SAP Mobile Platform und Apache Cordova

Ausgangsituation

Wenn man eine mobile Anwendung entwickeln möchte, dann steht man vor der großen Frage für welche Zielplattform diese Applikation geschrieben werden soll. Entweder entscheidet man sich für eine der diversen Plattformen, z.B. Android, iOS, Windows oder Blackberry OS oder aber man entwickelt die App gleich mehrere Male, um sie auf allen Endgeräten zur Verfügung zu stellen.

Dank SAP Mobile Platform (SMP) und Apache Cordova ist es nun möglich sogenannte Hybrid-Apps zu entwickeln. Diese werden nur einmal auf der Basis von JavaScript geschrieben und laufen dank Cordova dann auf vielen verschiedenen Plattformen, ohne angepasst werden zu müssen. Anschließend kann die fertige Hybrid-App in SAP Mobile Platform hochgeladen werden.

Fazit

Nachdem ich nun mehrere Wochen mit Cordova, der SMP und Kapsel gearbeitet habe, bin ich nach jetzigem Stand zu folgendem Fazit gekommen:

Grundsätzlich finde ich die Idee von Hybrid-Apps durchaus sinnvoll und einleuchtend, da man sich zumindest bei der Entwicklung viel Zeit sparen kann. Dennoch bin ich der Meinung, dass gerade bei dieser Konstellation zu viele Komponenten ineinandergreifen (müssen). Wie zuvor schon geschildert führt dies nämlich häufig zu Problemen, da die Komponenten oft nicht aufeinander abgestimmt werden oder einfach aktualisiert werden ohne Rücksicht auf Kompatibilität. Um nochmals einen Überblick darüber zu geben sind hier die folgenden Programme und Plugins aufgelistet, welche miteinander korrespondieren müssen:

  • Cordova
  • Cordova-Plattformen (Android, iOS, Windows)
  • Cordova-Plugins
  • Kapsel-Plugins
  • SAP Mobile Platform
  • SAP Mobile SDK
  • Windows 10
  • MacOS
  • Xcode
  • Android Studio
  • iOS
  • Android

Wenn nur eines dieser Elemente bspw. ein Update bekommt oder fehlerhaft arbeitet, kann das schon das ganze System zum Scheitern bringen.

Erfahrungsgemäß lagen die meisten Probleme bei den Kapsel-Plugins von SAP. Die „hauseigenen“ Cordova-Plugins liefen meist ohne Probleme. Auch, dass es nicht möglich war, das SAP Mobile Platform SDK 3.0 zu installieren zeigt, dass SAP bei der Wartung ihrer Software ein wenig nachlässig ist.

Ein weiterer Negativpunkt ist für mich der fehlende Bezug zwischen der fertigen Hybrid-App und der SAP Mobile Platform. Es ist zwar möglich eine Hybrid-App in der SMP zu konfigurieren und anschließend auch hochzuladen, aber der eigentliche Nutzen dahinter ist mir leider nicht bewusst geworden. Weder zum Erstellen, noch zum Ausführen der Anwendung wird die SMP benötigt. An dieser Stelle sei noch hinzuzufügen, dass sich auf der SMP anscheinend nur Android und iOS basierte Anwendungen hochladen lassen. Sprich, für Windows-Apps ist die SMP ohnehin ungeeignet.

Darüber hinaus ist noch zu erwähnen, dass für die Erstellung von Hybird-Applikationen JavaScript-Kenntnisse von großem Vorteil sind. Zwar sind bei jedem Plugin entweder auf der SAP-Seite (für Kapsel-Plugins) oder der Cordova-Seite (für Cordova-Plugins) Anleitungen und Code-Beispiele vorhanden, diese sind jedoch nicht immer vollständig oder eindeutig.                                                                                                          

Um nochmals einen kleinen Überblick über die Ereignisse und Ergebnisse zu geben, habe ich nachfolgend zusammengefasst, was gut und was eher nicht so gut gelaufen ist:

Positiv:

  • Die Installation von Cordova
  • Die Installation und Nutzung von Cordova-Plugins
  • Schnelle Entwicklung von Anwendungen für verschiedene Plattformen
  • Kapsel-Plugins an sich sinnvoll (Barcodescanner z.B.)
  • Entwicklung auf Windows und MacOS möglich

Das könnte besser sein:

  • Die Anleitungen zur Ansteuerung bzw. Implementierung mancher Plugins
  • Begründungen, weshalb manche Schritte ausgeführt werden müssen
  • Weniger Komponenten
  • Besser abgestimmte Updates

Negativ:

  • Die Installation und Nutzung der Kapsel-Plugins
  • Die SAP SMP 3.0 lässt sich nicht installieren
  • Keine Beschreibung, wie sich die App über die SMP ansteuern lässt
  • Keine SMP-Unterstützung für Windows-Apps
  • Relativ komplizierter Upload-Prozess der Apps auf die SMP

Losgelöst von SAP sehe ich Cordova-Anwendungen auf jeden Fall als sinnvoll an. Die Auswahl an Cordova-Plugins ist allerdings noch etwas mager. Gäbe es die Kapsel-Plugins als Cordova-Plugins, dann wäre dies ein perfektes Paket. So bleibt einem je nach Anforderung an die App wohl nicht erspart das ein oder andere Cordova-Plugin selbst zu programmieren.

Alles in Allem bin ich der Meinung, dass die Nutzung von Cordova-Apps noch ein bisschen Zeit benötigt, um komplett ausgereift zu werden. Für kleine oder spezielle Anwendungen, die eher „nebenbei“ verwendet werden, würde die Entwicklung mit Cordova Sinn machen. Bei größeren Projekten und Apps sollte man jedoch besser auf die herkömmlichen Entwicklungsmöglichkeiten zurückgreifen.

[06.02.2018 von Andreas Gerhards]