Qualität verbindet: neues Logistikzentrum für EJOT

„Nach der Reorganisation unseres Unternehmens 2003 war der Neuaufbau eines nach modernsten Gesichtspunkten konzipierten Logistikzentrums ein überfälliger Schritt. Mit der Konzeption der SAP-WM Anwendung haben wir die clavis berater sozietät beauftragt. Nach erfolgreichem und termingerechtem Abschluss des Projektes kann ich sagen: Qualität verbindet. Durch die neue Logistik- und Vertriebsstruktur sind wir als einer der europäischen Marktführer für Verbindungstechnik für die anstehenden Herausforderungen bestens gerüstet.“
Andreas Dango (Leiter Logistik, Building Fasteners Division, EJOT)

Qualität verbindet - der Claim des Mittelständlers EJOT ist Anspruch und Programm. Das Unternehmen hat es durch beharrliches Wachstum, innovative Erzeugnisse, Firmenzukäufe und Diversifikationen von einer kleinen Schraubenfabrik im westfälischen Berghausen zu einem Marktführer der Verbindungstechnik im europäischen Maßstab gebracht.

Ob Automotive, Elektrotechnik/Elektronik, Telekommunikation oder Bau: für viele Unternehmen aus diesen Branchen ist EJOT ein feststehender Begriff.

Bei über 2.000 Beschäftigten entfallen ca. 1.300 auf die deutschen Standorte, weitere ca. 700 Mitarbeiter(innen) sind in internationalen Gesellschaften tätig.

2003 wurde die EJOT-Gruppe neu aufgestellt. Es entstand eine Spartenorganisation.
Die EJOT Baubefestigungen GmbH ist eine solche Sparte – hier sind alle Aktivitäten für die Entwicklung und den Vertrieb von Lösungen für die Bauindustrie zusammengefasst. Insgesamt handelt es sich dabei um mehr als 14.500 individuelle Produkte.

Ausgangssituation

Um die Kapazitäten an das dynamisch wachsende Geschäft anzupassen, wurde am Hauptsitz der Sparte in Bad Laasphe in nur zehn Monaten ein neues Logistikzentrum errichtet. Herzstück ist ein neues Hochregallager mit 5.700 Plätzen; die Lagerkapazität des Standortes wurde damit auf einen Schlag vervierfacht.

Parallel zu den Baumaßnahmen entwickelte clavis für den Lager- und Versandbereich des neuen Komplexes das komplette SAP-Design. Zuvor war bis September 2007 die firmenweite Migration auf SAP ERP 6.0 erfolgt. Das Modul LE-WM war bereits für das alte Lager im Einsatz, jedoch nicht die Schnittstelle LE-MOB. Die Kommissionierung erfolgte noch über Papierbelege, mit nachträglicher Verbuchung im Büro.

Umsetzung

Mit der Vergrößerung der Lagerkapazitäten verbreiterten sich bei EJOT auch die Warenströme. Um die um ein Vielfaches komplexer gewordenen Prozesse im Logistikzentrum im Griff zu behalten, erarbeitete und realisierte clavis gemeinsam mit der zuständigen Fachabteilung einen Maßnahmenkatalog. Es ging einerseits um die Optimierung der Lagerprozesse und deren Organisation, andererseits um die Anpassung des SAP-Customizings. So entwickelte die clavis spezifisch zugeschnittene Transaktionen für die wichtigsten Stellen im Prozess: Hochregallager, Konsolidierungszone, Packerei und Wareneingang.

Priorisierung der Auslagerung

Damit in den Hochregallagern die automatische Auftragszuweisung für Schrauben, Dübel und sonstige Verbindungen den hohen Business-Anforderungen gerecht werden kann, wurde die Standard-Queuesteuerung der SAP um wichtige Funktionen ergänzt. So richtet sich nun die Sortierung der Transportaufträge nach ihrer Priorität und der zeitlich wie räumlich optimalen Ausnutzung des Lager-„Wegenetzes“.

Die Kommissionierer wurden in die Lage versetzt, fallweise die kleinste, innerhalb eines Lagers adressierbare Einheit oder auch die ganze Palette auszulagern. Quittiert ein EJOT-Mitarbeiter die Entnahme, generiert das System Etiketten, die über einen mobilen Drucker ausgegeben werden.

Konsolidierungszone – zweistufige Kommissionierung

In der neu geschaffenen zentralen Konsolidierungszone, eine Art Drehscheibe für die ein- und ausgehenden Waren, laufen die erfassten Artikel aus den verschiedenen Vonlagertypen zusammen. Hier werden sie auf Vollständigkeit geprüft und anschließend auf die einzelnen Lieferungen aufgeteilt.

Der Materialfluss konnte durch Nutzung der zweistufigen Kommissionierung durchgängig im System abgebildet werden. Gleichzeitig wird der Buchungsaufwand durch eine neue mobile Transaktion minimiert. Diese ermöglicht das Quittieren des Entnahme- und Anlegen des Aufteilungstransports in wenigen Sekunden.

Die über die „Drehscheibe“ Konsolidierungszone zugewiesenen Materialien werden an den Arbeitsplätzen der Verpackerei versandfertig verpackt (KEP) oder vorgepackt (Spedition). An dieser Stelle müssen verschiedenste Aktionen im SAP durchgeführt werden: Transportaufträge quittieren, Lieferung ändern, Transport anlegen und ändern.

Um den Arbeitskräften das Verpacken möglichst sicher und einfach zu machen, designte clavis einen „Verpackereimonitor“. Eine Transaktion, die alle Informationen (z. B. zusätzliche Verpackungsinformationen, Sonderwünsche des Kunden) und alle Funktionen auf einer Bildschirmseite zusammenfasst. Die Packkräfte erhalten so bestmögliche Unterstützung.

Wareneingang – zugeschnitten auf den Kunden

Bei der großen Zahl der EJOT-Produkte müssen die vielen zeitkritischen Aufträge sicher und zügig ausgeführt werden können. Im Wareneingang wurde daher eine auf EJOT zugeschnittene Lösung implementiert. Das an dieser Stelle zuständige Personal kann jetzt über eine Liste offene Einlagerungstransportbedarfe passenden lieferfälligen Belegen zuordnen. Diese Bypass-Funktion ist voll in die neue Kommissionierlogik integriert und verhindert fortan unnötige Einlagerungen in die Hochregallager.

Mit ITSmobile auf dem neuesten Stand

Als mobile Plattform kommt der ITSmobile zum Einsatz – eine Technologie der neuesten Generation mobiler Anwendungen, die sich durch ihre hohe Flexibilität auszeichnet. Durch die individuelle Anpassung des integrierten Template Generators und Stylesheets konnte clavis die für den Kunden optimale Darstellung der mobilen Transaktionen auf den unterschiedlichen Endgeräten (Handhelds, Stapler-Terminal etc.) realisieren.