




Betriebliche Altersvorsorge - Optionen quantitativ vergleichen
Die betriebliche Altersvorsorge gewinnt angesichts der Krise der gesetzlichen Rentenversicherung zunehmend an Bedeutung.
Zur Rückdeckung von betrieblichen Versorgungszusagen können neben der konventionellen Lebensversicherung auch innovative Anlageformen (Aktien, Immobilien, Schiffsfonds) verwendet werden, die zum Teil erheblich höhere Renditen erzielen.
Besonders im Zusammenhang mit der Steuerersparnis durch die Rückstellung ist dieses Modell gerade für Gesellschafter-Geschäftsführer interessant.
Da die versicherungsmathematische Berechnung der Rückstellung sowie die steuerliche Behandlung der verschiedenen Anlageformen mathematisch sehr komplex sind, ist ein Vergleich von verschiedenen Optionen normalerweise nur als grobe Schätzung möglich. Wir geben dem betrieblichen Anleger eine bessere Entscheidungshilfe an die Hand, indem wir für seine individuelle Situation auf den Euro genau verschiedene Optionen durchrechnen und übersichtlich gegenüberstellen.
Zu diesem Zweck haben wir in enger Zusammenarbeit mit der Garbe • Springstein • Albers Finanzplanung GmbH eine Software entwickelt. Die Software clavisArcturo wird von unserem Pilotkunden, der HCI GmbH, bereits mit großem Erfolg produktiv genutzt. Wir bieten Ihnen das mit diesem Projekt erworbene Know-How zur Entwicklung ähnlicher Produkte an.
Hier ist besonders die enge Zusammenarbeit mit der Garbe • Springstein • Albers Finanzplanung GmbH hervorzuheben. Finanzdienstleister und Softwareentwickler sprechen häufig verschiedene Sprachen. In diesem Projekt ist es uns gelungen, eine Brücke der Verständigung zwischen diesen Kulturen zu schlagen. Somit können wir nun aus einem Team heraus sowohl die technische als auch die fachliche Seite mit großer Kompetenz abdecken.
Details
Rentenreform
Die gesetzliche Rentenversicherung, für die meisten Menschen die wichtigste Säule der Altersversorgung, steckt in der Krise. Zunehmende Lebenserwartung und niedrige Geburtenraten schränken die Leistungsfähigkeit ein. Rentenkürzungen, Verlängerung der Lebensarbeitszeit und steigende Beitragssätze sind die Konsequenz. Langfristig ist das System in seiner heutigen Form nicht mehr tragbar. Andere Wege der Altersvorsorge gewinnen an Bedeutung.
Chance für Unternehmen
Mit der Rentenreform 2001 wurde ein Systemwechsel in der Alterssicherung eingeleitet. Die betriebliche und die private Vorsorge erhalten, gestärkt durch staatliche Förderungen, einen neuen Stellenwert. Dieser geht weit über eine ergänzende Funktion zur gesetzlichen Rente hinaus. Insbesondere die Altersversorgung in den Unternehmen wird künftig für Arbeitnehmer zu einem unverzichtbaren Bestandteil der persönlichen Zukunftsplanung. Dabei setzt der Gesetzgeber auf ein hohes Maß an Eigenverantwortung der Tarifpartner: den Arbeitgebern obliegt die Organisation der Versorgung, den Arbeitnehmern die Finanzierung über freiwillige Eigenbeträge.
Die Rentenreform ist eine Chance für die Unternehmen. Immer mehr Arbeitnehmer erkennen die Probleme der gesetzlichen Rentenversicherung und legen Wert auf betriebliche Versorgungsleistungen. Attraktive Altersvorsorgeangebote erhöhen die Motivation und die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen. Sie sind ein klarer Wettbewerbsvorteil auf den Märkten für qualifizierte Arbeitskräfte. Eine intelligente Gestaltung hält gleichzeitig den Aufwand gering.
Rückdeckung
Ein Unternehmen, das seinen Mitarbeitern eine betriebliche Altersvorsorge anbietet, muss geeignete Maßnahmen zur Rückdeckung ergreifen, damit die bei Pensionierung der Mitarbeiter zugesagte Altersvorsorge auch tatsächlich ausgezahlt werden kann.
Der konventionelle Ansatz ist hierbei die Geldanlage in einer Kapitallebensversicherung. Diese ist von ihrem gesamten Aufbau bereits auf die Problematik zugeschnitten. Zusatzleistungen aufgrund von Lebensrisiken wie Witwenrente oder Invaliditätsrente werden hier "automatisch" berücksichtigt.
Unter Renditegesichtspunkten ist die Rückdeckung über eine Lebensversicherung jedoch nicht optimal. Der Kapitalmarkt bietet eine Fülle von Alternativprodukten, aus denen im Prinzip nach Belieben ausgewählt werden kann. Selbst unter Berücksichtigung der Lebensrisiken (Bilanzsprungrisiko) ist eine Rückdeckung über innovative Anlageformen in der Regel bedeutend profitabler als die konventionelle Rückdeckung über eine Lebensversicherung.
Produktidee
In der Beratungspraxis ist es leider häufig schwer zu vermitteln, dass eine Rückdeckung über innovative Anlageformen attraktiver ist als die klassische Kapitallebensversicherung. Zwar können qualitative Aussagen über Zinssätze und Renditen getroffen werden. Im Ernstfall überwiegt beim Kunden aber häufig die Tendenz zur Risikominimierung und somit zur Entscheidung für ein zwar teureres aber bewährteres Modell zur Rückdeckung.
Die finanz- und versicherungsmathematischen Berechnungsmethoden für einen präzisen Vergleich verschiedener Rückdeckungswege sind jedoch zu komplex, um im Beratungsgespräch mit dem Taschenrechner durchgeführt werden zu können. Auch die auf dem Markt erhältlichen Softwareprodukte können bestenfalls Näherungswerte produzieren bzw. sind auf wenige Anwendungsfälle beschränkt.
Daher haben wir eine Software entwickelt, die für eine konkrete Versorgungszusage verschiedene Rückdeckungsformen bis auf den Euro genau durchrechnet und miteinander vergleicht. Durch variable Eingabe von Renditeannahmen kann eine Risikosimulation durchgeführt werden.